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16.04.2026 | René Gold, Abgeordnetenbüro Barbara Becker

Modernisierung des Uniklinikums Würzburg: Haushaltsausschuss um Barbara Becker, MdL gibt grünes Licht für Erschließung des Erweiterungsgeländes Nord

München/Würzburg – Barbara Becker hat gemeinsam mit dem Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags in seiner heutigen Sitzung den Weg für die Erschließung des Erweiterungsgeländes Nord am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) freigemacht. Mit der Genehmigung der ersten Teilbaumaßnahme zur Baufeldfreimachung kann nun die Vorbereitung für die Neubauten der Kopfkliniken und des Zentrums Frauen-Mutter-Kind beginnen.


Die unterfränkischen CSU-Landtagsabgeordneten hatten sich in einem langwierigen Abstimmungs- und Entscheidungsprozess geschlossen und mit Nachdruck für dieses Schlüsselprojekt eingesetzt.
„Heute ist ein ganz wichtiger Tag für die Gesundheitsversorgung in Unterfranken“, betont Barbara Becker, Mitglied des Haushaltsausschusses im Bayerischen Landtag. „Wir als unterfränkische CSU-Abgeordnete setzen uns seit langem dafür ein, dass Würzburg beim Ausbau der Universitätsklinika klar im Blick bleibt und die notwendige Unterstützung erhält. Mit der Freigabe der Erschließungsmaßnahmen auf dem Erweiterungsgelände Nord kann nun konkret mit der Umsetzung begonnen werden – das ist ein zentraler Startpunkt für die bauliche Weiterentwicklung des Uniklinikums Würzburg und Sicher Sicherstellung einer exzellenten medizinischen Versorgung ganz Unterfrankens und darüber hinaus., so Barbara Becker.“

Erschließung ist zwingende Voraussetzung für Neubauten

Das UKW ist mit 1.438 Planbetten der einzige Supra-Maximalversorger in einem Umkreis von rund 100 Kilometern und versorgt mit mehr als einer Million Menschen ein deutlich über Unterfranken hinausreichendes Einzugsgebiet. Jährlich werden hier rund 72.000 Patientinnen und Patienten voll- oder teilstationär und mehr als 280.000 ambulant behandelt. Mit über 7.600 Beschäftigten ist das Klinikum zudem der größte Arbeitgeber Würzburgs.
Die jetzt beschlossene erste Teilbaumaßnahme umfasst vorgezogene Maßnahmen zur Baufeldfreimachung auf dem rund 10 Hektar großen Erweiterungsgelände Nord sowie angrenzenden Flächen. Sie sind Voraussetzung für den Bau und die Inbetriebnahme der geplanten Neubauten der Kopfkliniken und des Zentrums Frauen-Mutter-Kind. Insgesamt sind für diese erste Stufe der Erschließung Teilkosten in Höhe von 102,4 Millionen Euro veranschlagt und in der heutigen Sitzung vom Haushaltsauschuss des Bayerischen Landtags freigegeben worden.
„Die bestehenden Klinikgebäude aus den 1930er bis 1970er Jahren stoßen längst an ihre Grenzen – technisch, funktional und baulich“, so Becker. „Eine zeitgemäße medizinische Versorgung in allen Bereichen braucht die nötige Infrastruktur. Deswegen haben wir uns mit aller Kraft dafür eingesetzt, dass die Planungen nicht in der Schublade bleiben, sondern jetzt auf der Baustelle ankommen.“ 
Nun wird es darum gehen, die komplexen vorarbeiten in die termingerechte Umsetzung der Gesamtmaßnahme zu überführen. Daher wird die Erschließung in drei Teilbaumaßnahmen gegliedert. Die nun freigegebene erste Teilbaumaßnahme umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, insbesondere:
  • Oberbodenabtrag in Teilbereichen
  • Rückbau der bisherigen PKW-Stellplatzanlagen und der bestehenden Hubschrauberlandestelle
  • Einrichtung eines Interimsparkplatzes mit derzeit rund 895 Stellplätzen und zusätzlichen Baustellenparkplätzen
  • Herstellung von Baustraßen, Baustelleninfrastruktur und einer von der späteren Zahl der Tiefgeschosse unabhängigen Baugrube 
  • Errichtung eines Interims-Hubschrauberlandeplatzes
  • Lärmschutzmaßnahmen zur angrenzenden Wohnbebauung
  • Umsetzung von natur- und artenschutzrechtlichen Auflagen
„Jedes Jahr Verzögerung verteuert dieses Großprojekt und verschärft die ohnehin angespannte Situation für Personal und Patienten“, macht Becker deutlich. „Wir haben im Haushaltsausschuss ganz klar eingefordert, dass diese Vorabmaßnahmen jetzt gestartet werden. Es ist gut, dass wir dafür nun die politische Entscheidung haben.“

Investition von insgesamt rund 1,77 Milliarden Euro für den ersten Bauabschnitt
Parallel zur Erschließung werden die Neubauten der Kopfkliniken (KKL) und des Zentrums Frauen-Mutter-Kind (ZFMK) geplant. Der erste Bauabschnitt umfasst unter anderem Flächen für HNO- und Augenklinik, Frauenheilkunde, Operationssäle, Intensivpflege, zentrale Einrichtungen sowie Forschung und Lehre und wird derzeit mit rund 980 Millionen Euro Baukosten veranschlagt.
Zusammen mit der Erschließung und weiteren Maßnahmen ergeben sich für den ersten Bauabschnitt insgesamt Baukosten von rund 1,77 Milliarden Euro, in denen auch die Kosten der heute beschlossenen Vorabmaßnahme in Höhe von 102,4 Millionen Euro enthalten sind. Die Hauptvorlagen für die Erschließung mit Energiezentrale sollen dem Landtag voraussichtlich im vierten Quartal 2026 vorgelegt werden.

Becker und ihre unterfränkischen CSU-Landtagskolleginnen und -kollegen unterstreichen: „Wir sprechen hier ganz bewusst über eine Jahrhundertinvestition in die medizinische Versorgung, in Forschung und Lehre in Unterfranken. Diese Summen sind hoch – aber sie sind notwendig und gut angelegt.“

Breiter Rückhalt der unterfränkischen CSU-Landtagsabgeordneten
Die Entscheidung zur Projektfreigabe der ersten Teilbaumaßnahme wurde von den CSU-Abgeordneten aus Unterfranken über einen langen Zeitraum intensiv vorbereitet und begleitet. Sie sehen die Erschließung des Erweiterungsgeländes Nord als entscheidenden Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Klinikstandortes Würzburg.

Dr. Andrea Behr, MdL, erklärt: „Die endlich erreichte Baufeldfreimachung für die Erweiterung des Universitätsklinikums Würzburg ist ein bedeutender Meilenstein für unsere Region. Sie zeigt, dass sich beharrlicher Einsatz und enge Zusammenarbeit zwischen Stadt, Freistaat und allen Beteiligten auszahlen. Mit diesem wichtigen Schritt schaffen wir die Grundlage für eine zukunftsfähige medizinische Versorgung auf höchstem Niveau.

„Mit diesem wichtigen Schritt stärken wir den Wissenschaftsstandort Würzburg – auch im Blick auf seine Exzellenz. Das ist wichtig für die Entwicklung der Medizin in Bayern und sichert gleichzeitig die Ausbildung von Nachwuchsmedizinern auf hohem fachlichem Niveau.“, so Prof. Dr. Winfried Bausback, MdL und Staatsminister a.D.

Die unterfränkischen CSU-Landtagsabgeordneten erklären gemeinsam: „Wir stehen geschlossen hinter dem Ausbau des Universitätsklinikums Würzburg. Die Freigabe der Erschließungsmaßnahmen ist ein gemeinsamer Erfolg für Unterfranken und ein starkes Signal für moderne Spitzenmedizin in der Region“
Abschließend macht Barbara Becker deutlich, dass der heutige Beschluss nur der erste Schritt sei: „Die Baufeldfreimachung ist der Auftakt – jetzt müssen zügig die weiteren Entscheidungen für die Hauptmaßnahmen folgen. Unterfranken braucht ein starkes Universitätsklinikum Würzburg. Wir werden im Landtag weiter sehr genau darauf achten, dass dieses Großprojekt ohne erneute Verzögerungen vorankommt.“